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MicroLearning

MicroLearning ist eine weltweit federführend von den Research Studios Austria (RSA) entwickelte Lerntechnologie und -didaktik für digitale Endgeräte nahezu jeder Art. Seit 2003 ist MikroLernen ein Forschungsschwerpunkt der RSA, 2003 erfolgte auch die erste Patentanmeldung für einen ‚digitalen Lerntaktgeber‘.

Feature-Vielfalt für alle Endgeräte

Ziel ist die Entwicklung qualitativ hochwertiger Lernsoftware-Lösungen für alle Clients (derzeit: Webbrowser, Windows Phone sowie die Betriebssysteme Windows, Android und iOS) mit individuell konfigurierbaren Features (wie Lernstrategien, Push-Notifikationen/Time Spacing, Match-Funktion oder Share-Funktionen).

Bei der Produktion von MikroLern-Content wird – in Print oder digital vorliegendes – ‚lineares‘ Wissen auf seinen propositionalen Gehalt reduziert und in Form von Fragen und Antwortoptionen für multimediale Wissenskarten neu ‚konfiguriert ‘.

Automatisierte Content-Generierung

Diese Transformation des Wissensnarrativs geschieht derzeit noch manuell, jedoch arbeitet das Research Studio MINE seit jüngster Zeit an Techniken zur semi-automatisierten Content-Generierung, im speziellen Fall zur Umwandlung von Aussagesätzen (Propositionen) in Fragen und Antwortoptionen. Hier sind die Forschungsgebiete des natural language processing, des text minings und der content automation berührt.

Granulare Auflösung und Rekonfigurierung von Wissen

Die digitalen MikroLern-Wissenskarten, die das bisherige Wissen „granular“ auflösen und dieses in eine neue Ordnung bringen, können variabel didaktisch so eingesetzt werden, dass klare Ziele erreicht werden: Unterschiedliche Lernstrategien ermöglichen etwa den schnellen Durchlauf, einen Prüfungsmodus oder das wiederholungsbasierte „Tiefenlernen“ mit einem modifizierten Lernalgorithmus von Sebastian Leitner (2- bis 5-mal-Erinnern-Strategie).

Die Präsentation des Wissens geschieht somit sowohl nutzer- als auch algorithmengesteuert, in jedem Fall aber strikt personalisiert.

Unsere empirischen Forschungen haben ein optimales Design von Wissenskarten ergeben: Diese verwenden vorwiegend die bei Nutzern beliebten Multiple-Choice-Multiple-Select- (MCMS-) und Multiple-Choice-Single-Select-Fragen (MCSS-Fragen), setzen sich idealerweise aus den vier Inhaltsdomänen Frage, Hinweis, Antwort und Erklärung zusammen, nutzen Hyperlinks und beleben den Text-Content durch Bilder, Audiodateien und Videos.

Derzeitige Forschungsschwerpunkte des Studios MINE sind:

  • Gamification: Wie Wissenserwerb durch spielerisches Lernen (sog. KnowledgeMatches) inkl. der sozialen Vernetzungseffekte (Einladungen von Teilnehmern via Facebook, SMS, WhatsApp usw.) erfolgreich sein kann
  • Social Learning: Wie crowd-sourced content positive Effekte auf Lernmotivation und Content-Qualität haben kann
  • Shareable Learning: Wie durch das Teilen von Kursen, Wissenskarten oder Lernerfolgen der Lernantrieb gesteigert werden kann
  • Content Automation: Wie das semi-automatische Generieren von Content Unternehmen und Organisationen helfen kann, Zeit und Ressourcen zu sparen
  • Learning Analytics: Wie digitale Wissenstechnologien Lernfortschritte von Nutzern präzise darstellen können
  • Just-in-time Learning: Wie Lernen zu jeder Zeit an allen Orten möglich und effektiv sein kann
  • Living Content: Wie das user engagement durch das Erstellen eigener Wissenskarten, Feedback-, Such- und Indexoptionen gesteigert werden kann
     

Das Produkt am Markt, das sich aus den Forschung des Research Studios MINE entwickelt hat, ist die Lernlösung KnowledgeFox, die vom 2012 aus den Research Studios Austria heraus gegründeten Spin-Off KnowledgeFox GmbH vertrieben und vermarktet wird. Die KnowledgeFox-Lernlösung wird derzeit von rund 50 Großkunden in 23 Ländern der Welt eingesetzt. Kunden wie SAMSUNG Austria, ÖBB, CA Immo, MPreis oder Credit Suisse schulen zum Teil mehrere hundert MitarbeiterInnen mit der KnowledgeFox-Software.

Weblinks:

http://mine.researchstudio.at/

http://microlearning.org/ mit Newsblog http://microlearning.org/newsblog/

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrolernen

https://knowledgefox.net/ mit Newsblog https://knowledgefox.net/news/

 

Grundlagenliteratur:

BINGHAM, Tony/CONNER, Marcia (2015): The New Social Learning: Connect. Collaborate. Work. Alexandria: ATD Press.

LEITNER, Sebastian (201118): So lernt man Lernen. Der Weg zum Erfolg. Freiburg im Breisgau: Herder.

SMOLLE, Josef (2008): Klinische MC-Fragen rasch und einfach erstellen. Ein Praxisleitfaden für Lehrende. Berlin: de Gruyter.

STAMPFL, Nora S. (2012): Die verspielte Gesellschaft. Gamification oder Leben im Zeitalter des Computerspiels. Hannover: dpunkt/Reihe Telepolis.

 

Aktuelle Literatur:

GÖSCHLBERGER, Bernhard (2016): Social Microlearning Motivates Learners to Pursue Higher-Level Cognitive Objectives, in print.

SIMONS, L. P., FOERSTER, F., BRUCK, Peter A. et al. (2015): Microlearning mApp raises health competence: hybrid service design. Health Technol (Berlin). 5(1): pp. 35-43. Online hier.

 

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